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Crete TOURnet: Home Kreta Führer Minoische Paläste Die Zeit der neueren Paläste

Die Zeit der neueren Paläste

Das Stierrelief am Nordeingang
Das Stierrelief am Nordeingang
Sofort nach der Katastrophe von 1.700 v. Chr. errichteten die Minoer neue Paläste in Knossos, Festos und Malia. Die meisten kleineren Paläste gehen ebenfalls auf diese Zeit zurück. Der bedeutendste dieser Neubauten war Zakros in Ostkreta. Dazu kamen noch die Paläste von Agia Triada, Arhanes, Amnisos und die kleineren Bauten in der Nähe von Knossos und Malia.
Die neuen Paläste waren von unerhörter Pracht und markieren das Goldene Zeitalter der minoischen Kultur. Der Palast von Knossos soll 1. 500 Räume umfaßt haben. Zu den besonderen Merkmalen der Paläste gehören die riesigen Zentralhöfe und die großen Treppen, die bis zu fünf Stockwerke hochführten. Bemerkenswert sind auch die vielen Säulen aus bemaltem Holz mit Kapitellen (Vorläufer der griechischen Marmorsäulen mit Kapitell, fast ein Jahrtausend später). Diese Holzsäulen bestanden aus umgedrehten Baumstämmen, wobei die Kapitelle auf dem breiten Teil des Stammes saßen. Kretischer Alabaster fand gleichfalls weite Verwendung für Bänke, Gebäudefassaden und den Thron. Viele schöne, farbenfreudige Wandgemälde schufen eine heitere Umgebung. Das Licht vom Innenhof, von den Fenstern und Durchgängen,zusammen mit den leuchtenden Farben der Wandmalereien machten den Palast zu einem höchst anziehenden Mittelpunkt des öffentlichen Lebens.
Der ganze Palast war mit Doppeläxten (Labrys) und Stierhörnern geschmückt. Offensichtlich war das mythische Labyrinth der Palast von Knossos selbst mit seinen vielen Doppeläxten (Labrys), wo zahllose Flure den Besucher irreführten, bis er völlig die Orientierung verlor.
Auch die neueren Paläste blieben weiterhin Zentren für die Aufbewahrung von Gütern und für den Handel mit der übrigen Welt. Gleich neben den Vorratsräumen gab es Werkstätten für Steinhauerei, Töpferei und die Siegelherstellung neben den Vorratsräumen, wo große irdene Krüge (Pithos) mit landwirtschaftlichen Produkten aufbewahrt wurden. Die Straße vom Hafen nach Knossos führte zur Nordseite des Palastes, einem Abschnitt mit eindrucksvollem Eingang mit doppelten Türen, provisorischen Vorratsräumen und anderen Gemächern. Hier wurden die Waren einer gründlichen Kontrolle unterzogen, genau wie in einem modernen Zollgebäude.
Ein großer Teil des Palastes umfaßte die königlichen Gemächer und die Räumlichkeiten, wo die Götter und Göttinnen verehrt wurden. Das Volk brachte seine Gaben dar, die aufgelistet und an verschiedenen Stellen des Palastes aufbewahrt wurden. Besondere Zeremonien und Blutopfer (meist mit Stierblut) fanden im Beisein weniger Priester und des Königs als Hohepriester statt. Andere religiöse Feierlichkeiten wurden in den Zentralhöfen abgehalten, wo sich das Volk versammeln konnte.
Die neuen Paläste wurden um 1.450 v. Chr. zerstört. Viele Wissenschaftler bringen diese Katastrophe mit dem Vulkanausbruch von Thira in Verbindung. Alle Paläste, mit der Ausnahme von Knossos, wurden verlassen und nicht mehr wiedererbaut.
Nach 1.450 v. Chr. trat in Knossos ein neuer Einfluß auf, der in einer neuen Schrift (Linear B) und einem neuen Töpferstil zum Ausdruck kommt, dem sogenannten Palaststil, der nirgendwo sonst gefunden wurde. Die entgültige Katastrophe kam für Knossos um 1.400 v. Chr. Mehrere kleinere Paläste in Agia Triada und Tilisos entstanden in der sogenannten Nachpalastzeit.

Bilder von Die Zeit der neueren Paläste:


Die minoische Villa von Amnisos
Die minoische Villa von Amnisos
Die Ausgrabung vom minoischen Palast von Arhanes
Die Ausgrabung vom minoischen Palast von Arhanes
Pithoi in den Vorratsräumen, Knossos
Pithoi in den Vorratsräumen, Knossos
Der Kernos von Malia
Der Kernos von Malia
Die Räume im Ostflügel, Agia Triada
Die Räume im Ostflügel, Agia Triada
Die minoische Stätte von Tilisos
Die minoische Stätte von Tilisos
Die Schautreppe, Malia
Die Schautreppe, Malia
Die antike minoische Straßee vom Palast zur Stadt, Knossos
Die antike minoische Straßee vom Palast zur Stadt, Knossos
Das Stierrelief am Nordeingang
Das Stierrelief am Nordeingang