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Crete TOURnet: Home Kreta Führer Griechisch-Römische Hinterlassenschaften Griechisch-Römische Hinterlassenschaften

Griechisch-Römische Hinterlassenschaften

Darstellung eines Fischers am römischen Brunnen in Limin Hersonisou
Darstellung eines Fischers am römischen Brunnen in Limin Hersonisou
Eine der bedeutendsten griechisch-römischen Hinterlassenschaften von Kreta und des griechischen Altertums überhaupt ist zweifellos der Gesetzeskodex von Gortyn. Dieser Kodex aus dem fünften Jahrhundert v. Chr. ist noch heute in Gortyn (Kainourio) zu besichtigen. Er wurde im griechischen (dorischen) Dialekt verfaßt und ist der älteste bekannte Gesetzeskodex der griechischen Kultur.
Die antike Stadt Gortyn in der Mesara, südlich von Iraklion, existierte bereits in minoischer Zeit, ihre Machtposition baute sie aber besonders nach dem siebten Jahrhundert v. Chr. aus. Im zweiten Jahrhundert v. Chr. besiegte sie Festos und lag in ständigen Krieg mit Knossos oder Lyttos. Gortyn hatte zwei Häfen, einen in Matala und einen in Lendas. Der Gesetzestext von Gortyn (im Odeon), der Tempel des Apollo Pythios und der Tempel der Athena aus dem siebten Jahrhundert v. Chr. auf der Akropolis sind Hinterlassenschaften der griechischen Zeit.
Unter der Römerherrschaft (nach 65 v. Chr.) wurde Gortyn zur Hauptstadt Kretas. Das Prätorium - der Palast des römischen Statthalters von Kreta - war eine riesige Anlage, wo viele Marmorsäulen mit ionischen und dorischen Kapitellen noch heute zu bewundern sind.
Die Stadt Lato in der Nähe des Dorfes Kritsa im Nomos Lassithi ist wohl die am gründlichsten ausgegrabene griechische Stadt von ganz Kreta. Lato wurde im siebten Jahrhundert v. Chr. gegründet und um 200 v. Chr. zerstört. Sein Hafen war das heutige Agios Nikolaos. Es liegt auf einem Hügel und bietet einen wundervollen Blick auf Agios Nikolaos und den Mirabelo-Golf. Das Theater, die Agora, das Prytanion, ein Tempel und ein Altar zählen zu den bemerkenswertesten Funden von Lato.
Das antike Aptera liegt bei Chania, ebenfalls auf einem Hügel, mit weitem Ausblick auf die Soudabucht im Norden und die Weißen Berge im Süden. Um das siebte Jahrhundert v. Chr. war Aptera ein mächtiger griechischer Stadtstaat. Die eindrucksvollen Stadtmauern und ein Tempel aus dem zweiten Jahrhundert v. Chr. sind noch heute zu sehen. Auch in der Römerzeit blieb es ein bedeutender Ort, wovon Fragmente riesiger römischer Zisternen, eines Theaters und anderer großer Anlagen jener Zeit Zeugnis ablegen.
Der Ort Eleftherna war schon seit minoischer Zeit besiedelt und zählte seit dem zehnten Jahrhundert v. Chr. zu den wichtigsten griechischen Städten. Eine Brücke aus hellenistischer Zeit ist bis heute erhalten geblieben, die allerdings nur schwer zugänglich ist. Die riesigen Stadtmauern und ein Heiligtum stammen aus der griechischen Epoche. Auch unter den Römern behielt Eleftherna eine herausragende Position. Von der einstigen Akropolis sind noch immer gewaltige Mauern zu sehen.
Die antike Stadt Lissos liegt in der Nähe des heutigen Örtchens Sougia im Selino und war einst für ganz Kreta ein heiliger Ort, ähnlich wie Delphi auf dem Festland. Ausgrabungen förderten einen kleinen griechischen Tempel mit einem ungewöhnlichen geometrischen Grundriß und einem bunten Mosaikboden zutage, zusammen mit vielen Statuen aus jener Zeit. Lissos blieb auch in römischer Zeit besiedelt, wovon der große römische Friedhof zeugt.
Auf Kreta gibt es noch viele andere griechische und römische Stätten, doch Grabungen wurden bisher nur in sehr beschränktem Umfang durchgeführt. Das antike Rizinia bei Prinios (Malevizi) erbrachte ausgedehnte hellenistische Überreste und bietet zudem einen herrlichen Blick von Iraklion bis zu den Bergen von Lassithi. Auch am griechischen Ort Lyttos, auf einem Hügel bei Xidas (Pediada) wurden Überreste einer Stadt aus dem klassischen Altertum ausgegraben. Der Besucher wird darüberhinaus wieder mit einem ungehinderten Ausblick auf die Bergkette von Lassithi belohnt. In Vrises, Apokoronas gibt es eine griechisch-römische Brücke. Römische Überreste findet man auch in Polirinia in Westkreta und in Limin Hersonisou, wo aus der römischen Zeit Überreste der Hafenanlagen und ein Brunnen mit Mosaikarbeiten zu sehen sind.

Bilder von Griechisch-Römische Hinterlassenschaften:


Die griechisch-römische Brücke
Die griechisch-römische Brücke
Der zentrale Platz der antiken Stätte von Lato
Der zentrale Platz der antiken Stätte von Lato
Die hellenistische Brücke in Eleftherna
Die hellenistische Brücke in Eleftherna
Die römische Stadt von Eleftherna
Die römische Stadt von Eleftherna
Der Mosaikboden im Asklepion-Tempel, Lissos
Der Mosaikboden im Asklepion-Tempel, Lissos
Der Athena-Tempel auf der Akropolis von Gortyn
Der Athena-Tempel auf der Akropolis von Gortyn
Der berühmte Kodex von Gortyn aus dem 5. Jhdt. v. Chr
Der berühmte Kodex von Gortyn aus dem 5. Jhdt. v. Chr
Die antike Stätte von Rizinia auf dem Patela-Hügel
Die antike Stätte von Rizinia auf dem Patela-Hügel
Römische Zisternen in Aptera
Römische Zisternen in Aptera
Darstellung eines Fischers am römischen Brunnen in Limin Hersonisou
Darstellung eines Fischers am römischen Brunnen in Limin Hersonisou